Stintino Süd · Golf von Asinara
Strand Le Saline
Zwei Kilometer Sand und Kiesel, die wilde Alternative zu La Pelosa
✽ 10 Minuten mit dem Auto von der Villa

Südlich des Zentrums von Stintino ist Le Saline der Strand, den wenige Touristen kennen, den aber viele Stintinesen La Pelosa vorziehen. Über zwei Kilometer Ufer, die hellen Sand, vom Meer geschliffene weiße Kiesel und Abschnitte feineren Sandes abwechseln, mit kristallklarem Wasser, flach am Ufer, aber schnell tiefer werdend, und freiem Blick auf die Asinara und ihre Buchten. Dahinter Dünen, Wacholder und eine niedrige Mittelmeermacchia, gesprenkelt mit einzelnen Villen. Keine Sonnenschirmreihen, keine Reservierung, keine Drehkreuze: Hier kommt man an, lässt sich nieder, wo man will, und bleibt den ganzen Tag.
Ein anderer Strand als La Pelosa
Le Saline ist das Gegenteil von La Pelosa, und darin liegt seine Stärke. Keine regulierten Zugänge — man kommt und geht frei, zu jeder Zeit, an jedem Tag des Jahres. Keine Einschränkungen bei der Aufenthaltsdauer im Wasser oder bei der Ausrüstung. Die Breite des Ufers sorgt dafür, dass der Strand nie wirklich voll ist, nicht einmal an den Wochenenden um Ferragosto: Es gibt immer einen ruhigen Abschnitt, an dem man sich niederlassen kann. Der Name "Le Saline" stammt von den alten natürlichen Salinen, die diese Gegend bis Anfang des 20. Jahrhunderts bedeckten, als der Salzabbau aufgegeben wurde. Heute bleibt nur der Name: Davor öffnet sich der Stagno di Casaraccio, ein geschütztes Feuchtgebiet, das in den Wintermonaten Rosaflamingos beherbergt.
Für wen Le Saline ist
Le Saline ist der richtige Strand für alle, die La Pelosa schon gesehen haben (oder keinen Platz gefunden haben), für die mit Hunden (im nördlichen Abschnitt erlaubt), für Liebhaber von Windsurfen und Kitesurfen — der Maestrale kommt hier stärker und regelmäßiger herein, besonders nachmittags. Er ist hervorragend für Familien: Kleine Kinder fühlen sich in den sandigen Bereichen nahe am Ufer sehr wohl, ohne Wellen und ohne plötzliches Tieferwerden. Er ist aber nicht die Wahl für alle, die klassische Dienstleistungen eines ausgestatteten Strands suchen: Das Ufer ist zum Großteil frei, auf weiten Strecken gibt es weder Bars noch Duschen. Abends ist er der richtige Ort, um den Sonnenuntergang hinter der Asinara zu erleben: Die Farben des Himmels spiegeln sich auf den weißen Kieseln und dem noch warmen Wasser.
Zugang, Parken, Tipps
Von Stintino aus erreicht man ihn mit dem Auto in etwa zehn Minuten über die SP34 Richtung Süden, nach Porto Torres: Zahlreiche Schotterwege führen von der Landstraße zum Strand hinunter, alle ausgeschildert. Parken am Straßenrand, außerhalb des Augusts kostenlos; in der Hochsaison werden einige Bereiche kostenpflichtig (3–5 € pro Tag). Am zentralen Strand gibt es einen kleinen Kiosk-Bar (Kiosko Le Saline), geöffnet von Juni bis September — Sandwiches, Eis, Getränke und mittags einfache Pasta- und Grillfisch-Gerichte. Tipps: Sonnenschirm mitbringen (kein natürlicher Schatten), Badeschuhe für die Kiesbereiche, reichlich Wasser. Früh morgens und nach 17:00 Uhr lässt der Wind nach und der Strand ist voller; am Nachmittag ist der Maestrale am stärksten, aber die Menge nimmt ab.
