Park Porto Conte · Korallenriviera

Capo Caccia

Das spektakulärste Kap Nordwestsardiniens

✽ 15 km — 25 Min. mit dem Auto

Capo Caccia

Capo Caccia ist ein imposantes weißes Kalksteinkap, das 168 Meter senkrecht ins Meer abfällt, eine der ikonischsten Landschaften Sardiniens. Seinen Namen („Jagdkap") verdankt es der mittelalterlichen Falknerei, die genau hier ausgeübt wurde. Heute ist das Gebiet Meeresschutzgebiet und Teil des Regionalparks Porto Conte, mit einem wertvollen Ökosystem: Hier nistet der sardische Gänsegeier (in den 1980er Jahren wieder angesiedelt), der Wanderfalke, eine unberührte Mittelmeerflora. Eine fünfundzwanzigminütige Fahrt von der Wohnung bringt Sie zu einem der meistfotografierten Panoramapunkte des Mittelmeerraums.

Das Kap und die Steilwände

Die Steilwand von Capo Caccia ist eine vier Kilometer lange weiße Kalksteinmauer, die senkrecht ins Meer abfällt. Vom Panorama-Parkplatz oben — mit dem Auto erreichbar — öffnet sich der Blick auf den Golf von Alghero, auf Isola Piana (kleine vorgelagerte Insel), auf die Ricami-Grotten und an klarsten Tagen bis in Richtung Asinara. Es ist der Ausgangspunkt der Cabirol-Treppe zu den Neptungrotten (siehe eigenen Eintrag). In den Wänden nisten rund zwanzig Paare sardischer Gänsegeier, Greifvögel mit zweieinhalb Metern Flügelspannweite: Man sieht sie vor allem morgens kreisen, wenn die Aufwinde am Fels aufsteigen.

Was man an Capo Caccia unternehmen kann

Neben dem Blick vom Aussichtspunkt lohnen die Wanderwege im Park — der schönste startet am Leuchtturm von Capo Caccia (äußerste Spitze) und durchquert die Mittelmeermacchia in Richtung Küste; in rund zwei Stunden zu schaffen, mit Ausblicken alle paar Meter. Für Birdwatcher ist der frühe Morgen die Zeit für Geier und Wanderfalken (Fernglas unerlässlich). Bei Sonnenuntergang füllt sich der Panoramaplatz mit Zuschauern: das streifende Licht auf dem Kap und die Silhouette der Isola Piana vor der sinkenden Sonne schaffen eine der meistfotografierten Szenen Sardiniens. Leichte Jacke mitbringen: der Wind am Kap kann auch an warmen Tagen stark sein.

Anfahrt und Informationen

Von Alghero mit dem Auto die SP55 Richtung Porto Conte und weiter auf der Panoramastraße nach Capo Caccia — eine sehr eindrucksvolle Route mit Kurven, die nach und nach die Küste freigeben. Der Parkplatz am Gipfel ist kostenlos, aber klein: zu Stoßzeiten füllt er sich rasch, besser bis 10:00 Uhr oder am späten Nachmittag kommen. Vor Ort gibt es keine Bars oder Kioske, nur den Leuchtturm (nicht zu besichtigen). Wasser und Snacks mitbringen. Kein direkter öffentlicher Busdienst; einige Alghero-Reiseveranstalter organisieren kombinierte Ausflüge Capo Caccia + Neptungrotten + Mugoni.

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